Am Beruflichen Schulzentrum Nürnberger Land wurde Zukunft spürbar: Unter dem Motto „Zukunft geht uns alle an“ kamen über 250 engagierte Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schularten und Ausbildungsrichtungen zusammen, um gemeinsam Ideen für eine bessere Welt zu entwickeln.
Schon am Morgen herrschte Aufbruchsstimmung, als Politik, Medien, Schule und Schülerschaft in einer offenen Diskussionsrunde aufeinandertrafen. Mit dabei waren Benedikt Bisping, Altbürgermeister, und „Schule ohne Rassismus“-Pate, Isabell Pogner vom Bayerischen Rundfunk sowie Kerstin Jeger als Vertreterin der Schule. Die Schülersprecherin Barbara Arvai und Schülersprecher Yannek Ziegler-Schärdel brachten die Sicht der jungen Generation klar und souverän ein – ein starkes Zeichen für Mitsprache und Verantwortung.
Danach wurde es kreativ und konkret: In 15 Workshops sprudelten die Ideen. Unter der Leitung von Benedikt Bisping entwarfen Jugendliche in einer Zukunftswerkstatt Visionen für eine Schule, die mehr ist als ein Lernort – eine Schule, die Gemeinschaft lebt, Inklusion ernst nimmt und Freiräume für Mitgestaltung bietet. Der Wunsch nach einem offenen, modernen Schulhaus und echter Beteiligung war deutlich spürbar. „Wir verbringen hier so viel Zeit – das muss sich auch wie unser Raum anfühlen“, war eine zentrale Botschaft.
Wie viel Kraft Mitsprache entfalten kann, zeigte sich in weiteren Projekten: Eine Gruppe erdachte und organisierte für das kommende Frühjahr einen Spendenlauf gegen den Hunger, eine weitere erarbeitete einen mehrsprachigen Audio-Guide in einer Vielzahl an Sprachen, die dem Umstand einer vielfältigen Schülerschaft Rechnung trägt. Frau Isabel Pogner vom Studio Franken des Bayerischen Rundfunks leitete den Workshop „Medien und Demokratie – Vom Ereignis zur Nachricht“, der sich der medialen Begleitung des Tages widmete. Kameras klickten, Mikrofone wurden getestet, während die Jugendlichen live erlebten, wie aus Eindrücken Nachrichten entstehen.
Und auch die Kreativität kam nicht zu kurz: Unter Anleitung der Künstlerin Martina Pickelmann-Maletzki entstand ein Patchwork-Kunstwerk zum Thema Vielfalt – viele individuelle Leinwände, die am Ende ein großes, gemeinsames Bild ergaben. Ein Symbol dafür, was möglich ist, wenn jede Stimme zählt. Mit Songwriterin Miriam Geissler entstand das Musikstück „Just Us“, ein Song, geschrieben und getextet von den Jugendlichen selbst. Die Botschaft: Wir mögen unsere Macken haben, aber am Ende sind wir alle Menschen.
Technikbegeisterte tauchten im 3D-Druck-Workshop oder im Workshop zum Thema Mixed Reality in die Welt der Zukunftstechnologien ein. Andere Gruppen rollten Yogamatten aus, testeten Spiele im Gamification-Workshop, gaben alten Materialien im Upcycling-Projekt neues Leben oder besuchten die Lebenshilfe, um einen kleinen Weihnachtsmarkt mit selbstgemachten Basteleien zu organisieren.
Kreativität und Vielfalt wurden überall sichtbar – ein Tag voller Energie, Ideen und Gemeinschaft, der zeigt: Zukunft beginnt genau hier.
Florian-B. Brandl
